Kaffee, oh du lieber Kaffee!

Der Wecker klingelt und ich versuche, mit taubem Gesicht, die Schlummer-Funktion meines Handys zu finden. Nein, bitte nicht. Kann das sein? Ich will noch nicht aufstehen!

Taumelnd und noch halb blind begebe ich mich auf die Reise in das Badezimmer und versuche, meine Müdigkeit aus dem Gesicht zu waschen. Vergebens.

Morgenmensch bin ich keiner. Zumindest nicht in den ersten zehn Minuten nach dem Wecker geklingelt hat. Zum Glück ist das Frühstück schon vorbereitet.
Porridge mit Joghurt und Obst, darüber etwas Mandelmus. Ein einfacher, aber perfekter Energielieferant, um gut durch den bevorstehenden Tag zu kommen.

Aber Stop, beinahe hätte ich etwas vergessen…
Was? Echt?
Natürlich!
Der Herr Werner, mein Lieblings-Kaffee!

Noch immer etwas schläfrig, öffne ich die Packung und beginne die Bohnen in meine kleine Handmühle einzufüllen. Augenblicklich entfaltet sich eine Symphonie aus herrlichen Düften. Mhmm, mein Körper verspürt einen ersten Moment des „Wachseins“.

Die aus Brasilien & Indien stammenden Bohnen der „Athleta“, werden von Herr Werner ganz nach alter Schule, langsam und traditionell im gusseisernen Trommelröster geröstet. Wer hätte gedacht, dass mitten im Tennengauer Oberalm, ein solch schwieriges und edles Handwerk ausgeführt wird?


Ratsch, Ratsch, Ratsch… langsam beginnt mein Körper Spannung aufzubauen und ich spüre, wie sich Bohne um Bohne langsam, aber sicher in perfekt gemahlenes Kaffeemehl verwandelt. Das Reiben mit der Hand ist für mich etwas besonderes.
Mit jeder Umdrehung wird die Vorfreude auf den nachfolgenden Genuss noch etwas größer. Fertig gemahlen geht es ab in den Siebträger. Nach dem Tampern – Fachausdruck für das Andrücken des Kaffeemehls im Sieb – wird eingespannt.

Müdigkeit, jetzt geht es dir an den Kragen. Der Knopf der Maschine ist gedrückt und langsam füllt sich die untergestellte Tasse. Herrlich!

Genuss muss sein. Und die Zeit zum Genießen sollte auch in der Früh nicht zu kurz kommen. Ansonsten steht der Tag schon von vorne herein unter einem schlechten Vorzeichen. Und spätestens am Fels – in der Pause zwischen den Versuchen – werde ich bestimmt noch eine – oder zwei – Tassen trinken. Denn wie hat schon damals der Großmeister Güllich gesagt:

„Man geht nicht nach dem Klettern einen Kaffee trinken, sondern Kaffeetrinken
ist Teil des Kletterns.“

Recht hat er, der Wolfgang.
In diesem Sinne: Genießt den Tag und nehmt euch Zeit für eine gute Tasse Kaffee.

° Und für alle die jetzt neugierig geworden sind, wo es denn diesen „Herr Werner“ gibt, hier der Link zur Website: https://herr-werner.shop

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